Ziele und Aufgabenstellung
Aus diesem Grund war und ist eines der Ziele des Internationalen Frauen- und Familienzentrums, die eingewanderten KlientInnen und die im Gesundheitswesen tätigen Fachkräfte einander näher zu bringen und beide Seiten zu einer nötigen Bewegung aufeinander zu zu stimulieren. Eine Bewegung, die MigrantInnen zu einem besseren Verständnis dieser Gesellschaft, besonders des Gesundheitswesens führt und die bei den im Gesundheitswesen beschäftigten Fachkräften Neugier auf und Sensibilität für die Besonderheiten und Bedürfnisse unserer KlientInnen weckt.
Das IFZ ist eine Einrichtung, die die Aufgabe hat, flexible Beratungsangebote für die spezifischen Lebenssituationen von MigrantInnen zu schaffen und für sie eine Brücke zu den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens zu sein.
Das Ziel der WHO in ihrer Alma-Ata-Deklaration von 1978 „Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000“ nahm das Internationale Frauenzentrum als Grundidee und Herausforderung für seine Arbeit an. Unabhängig von Sprache und kultureller Zugehörigkeit sollten Migrantinnen die Möglichkeit haben, ein qualitativ angemessenes Beratungsangebot wahrnehmen zu können.
Dass das IFZ sich auch die Gesundheitsdefinition der WHO zu eigen machte: „Gesundheit ist das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden und nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten“, führt zu einer ganzheitlichen Betrachtung der KlientInnen, die uns erlaubt sie in ihrer bio-psycho-sozialen Komplexität zu verstehen und ihnen zu helfen. In Alma-Ata wurde auch eine Strategie entwickelt, um dieses Ziel („Gesundheit für alle“) zu erreichen: die Primäre Gesundheitsversorgung.

